Herzlich Willkommen

... bei der Hundehalter-Schule für Angsthunde

Abbau von stressbedingten Überreaktionen und Aufbau einer verlässlichen Orientierung und Bindung am Hundehalter...

... vom überforderten Einzelkämpfer zum Sozialpartner Hund.


Als ich vor einigen Jahren aktiv in die Tierschutzarbeit einstieg, war mir nicht bewusst, wie sehr sich mein Leben mit Hunden verändern sollte. Bis zu diesem Zeitpunkt lebten bereits drei Hunde aus dem Tierschutz in unserer Familie und alle waren – obwohl mit einer traurigen Vorgeschichte belastet – ohne nennenswerte „Problemzonen“. Dies änderte sich schlagartig, als Shira, ein Podenco-Boxer-Mix-Welpe (zunächst als Pflegehund) bei uns einzog. Sie war ein extrem unsicherer Hund… mit geradezu panischer Angst vor Straßen sowie jeglichen lauten (Alltags)Geräuschen.

 

Nach dem Besuch unzähliger Hundeschulen, die allesamt nach dem Motto „da muss sie durch…!" trainierten, verschlimmerte sich Shiras Verhalten von Monat zu Monat. Die gängigen Trainingsvorschläge, mit Futter zu belohnen oder gar zu locken, "Beute" als positive Bestätigung anzubieten liefen genauso ins Leere wie das so beliebte Ignorieren und Dulden. Die Anweisungen bekannter, hochgelobter Hundeschulen,  negative Verstärkung als "Bestrafung für´s Nichthören" einzusetzen, ließen mich ganz schnell wieder das Weite suchen. Den Angsthund mit Angst vor Bestrafung therapieren.... ein Unding! Nach über einem Jahr der Suche nach kompetenter Hilfe  sank mein Vertrauen in Hundeschulen, Hundetrainer & Co. unter den Nullpunkt, insbesondere weil die Aspekte „Bindung, Vertrauen und Sicherheit“ in Bezug auf Shiras Orientierung an mir keine Berücksichtigung im Training fanden.

 

Es blieb mir nichts anderes übrig, als mich über ein intensives Studium von Fachliteratur, den Besuch von Seminaren, Vorträgen und durch einschlägige Praktika bei spezialisierten Verhaltensberatern weiterzubilden. Im Vordergrund der Weiterbildung: die ganzheitliche Führung in Bezug auf „problematische Verhaltensweisen“  des Hundes. Nach über einem Jahr in Angst und Panik im Straßenbereich zeigte Shira nach bereits einer Woche Intensivtraining deutliche Fortschritte und nach einer weiteren Woche lief sie entspannt an der Leine neben mir an der Straße. Heute bringen sie weder Busse, Laster noch Traktoren in unmittelbarer Nähe aus der Ruhe.

 

Zwei Wochen, in denen ich konsequent auf die richtige, punktgenaue Körpersprache geachtet habe (in JEDER Situation im Haus, im Garten, auf den Spaziergängen) versus 12 Monate "Pauschaltraining" ohne nachhaltigen Erfolg: seit dieser Erfahrung bin ich ein überzeugter Gegner der in Bezug auf Angsthunde so gerne angeführten Einstellung: Gut Ding will Weile haben...! Ein "Intensivpatient" benötigt sofortige und kompetente Hilfe, denn jeder Tag, den er länger in Angst und Schrecken leben muss, ist ein schlechter Tag für den Hund; ein Tag, der ebenfalls viele Gefahren für den Hund selbst und sein Umwelt birgt und seine Unsicherheit festigt anstatt sie zu löschen. Da führen die gutgemeinten (aber erfolglosen) Absichten des Halters, seinen Hund mit "viiiiel Geduld und Liebe" helfen zu wollen, den eigentlichen Zweck ad adsurdum.

 

Neben dem zeitlichen Aspekt spielt ebenfalls die Umsetzung und Überleitung der (bisher situativen) Kommunikationshilfen in den Alltag und regulären Tagesablauf eine entscheidende Rolle - man ist als Hundehalter aus Sicht des Hundes eben nicht nur "manchmal" vertrauenswürdig: man ist es IMMER oder NIE.

 

Durch die regelmäßige Aufnahme und Betreuung von privaten Abgabehunden wie auch Tierschutz-Pflegehunden gehörten (und gehören) immer wieder  „Problemhunde“ zu meinem Leben. Und die Trainingsschwerpunkte „Angst/Unsicherheit“ wurden ergänzt durch einen Querschnitt vieler problematischer Verhaltensweisen: vom triebstarken Jäger, Leinenpöbler, Wohnungszerstörer bis hin zu innerartlichen Aggressionen oder Aggressionen gegenüber Kindern, Männern, Menschen im Allgemeinen. Meine Arbeit im Tierschutz entpuppt sich – leider – als nie versiegender Quell an Problemfällen… und bietet mir seit vielen Jahren die Möglichkeit, alle Sachverhalte und Konfliktsituationen aktiv selber zu er- und durchleben und dies unter den realistischen Anforderungen des Alltags - und nicht nur auf dem Hundeplatz oder während eines 2-tägigen-Seminars…


Die Hundehalter-Schule... heißt übrigens so, weil für mich die Verantwortung und damit das Handeln des Hundehalters im Vordergrund steht. Nicht der Hund hat die Bringschuld, "... das schon zu klären oder mit Situationen "irgendwie irgendwann klar" zu kommen", sondern der Hundehalter hat die Pflicht, sich so zu verhalten, so zu kommunizieren, dass sein Hund verstehen kann, was von ihm erwartet wird. Die Bringschuld für eine funktionierende, harmonische Mensch-Hund-Sozialgemeinschaft - sie liegt zu allererst beim Hundehalter höchst persönlich; nicht beim vorhandenen 2. Hund der Familie, nicht bei fremden Hunden, nicht beim Nachbarn oder Freunden... Liegen Kommunikationsmissverständnisse zwischen Hund und Halter vor, ist es unerläßlich, dass der Mensch sein Verhalten analysiert und ändert, damit sich der Hund ändern kann.

 

 

 

 

 

 

Herzliche Grüße


Martina Wald

Kontakt

Martina Wald

Telefon: 06597/90 11 33

Handy:  0151/24 17 98 42

 

e-mail: martinawald@t-online.de

 

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