Philosophie

"Da muss man halt viel Geduld haben..."

 

Ein oftmals gutgemeinter Vorsatz des Hundehalters, der dem Angsthund oftmals mehr schadet, als dass er ihm hilft.


Es gilt umzudenken und zu erkennen, dass durch die richtige Kommunikation auch ein Angsthund sehr schnell Vertrauen aufbauen kann.


Wer mit diesem "Tempo" aber oftmals nicht Schritt halten kann (oder will), ist der Hundehalter selbst und auch scheint ihm die Umsetzung der Kommunikations- und Lerninhalte in den regulären Tagesablauf  "irgendwie zuviel..."

Mein eigener Lernprozess ist geprägt durch einen endlosen Verschleiß einer Vielzahl von Hundeschulen, Hundetrainern, Hundepsychologen, deren Methoden mir allesamt missfielen: so laut, zu hart, "pro Mensch - contra Hund", mitunter zu mitleidsorientiert oder soooo "rangordnungslastig".

 

Krisen und das temporäre Verrennen in gedankliche Sackgassen sind und waren für mich die besten "Lehrmeister" überhaupt, auch wenn ich es damals nicht zu würdigen wusste. Ein hoher Preis, denn die eigenen Defizite anzuerkennen, sie auszubügeln, umzudenken, und neue Wege zuzulassen, fällt als Mensch nicht unbedingt leicht.  Nicht jeder Hundehalter ist bereit oder fähig, seinen Hund "objektiv" zu sehen, Kritik an sich selber zu üben und Defizite im eigenen Umgang mit dem Hund anzuerkennen... viele verlieren sich in eigener Lobhuddelei über das bisher Erreichte (Rückwärts-Denker anstatt Zukunftslenker...), Frönen ihrem "Retter-Syndrom" oder halten sich für "gute Hundeeltern", weil sie buchstäblich nichts tun, außer den Ängsten des Hundes mit viiiel Liebe und viiiel Geduld begegnen zu wollen, anstatt den noch nicht erreichten, aber für den Hund so dringend erforderlichen Rückhalt beim Halter in den Fokus zu rücken. Sollten SIE in diese Kategorie "Hundehalter" gehören, wäre ein Anruf bei mir vergebliche Liebesmüh... für MICH stehen die Verantwortung und die eindeutigen Hilfen des Halters für seinen (überforderten) Hund im Vordergrund. Nicht der Hund "... macht das schon irgendwie mit sich & anderen aus", sondern SIE leisten einen aktiven Beitrag, damit der Hund zunächst einmal  das Zuviel an Eigenverantwortung bei Ihnen abladen kann! SIE als Halter haben die Bringschuld, nicht Ihr Hund...

 

Jahrelanges regelmäßiges Informieren, Reflektieren und Weiterbilden plus die Erfahrungen mit unseren eigenen "2nd Hand" - Hunden sowie zahlreiche Pflege- und Vermittlungshunden habe mich auf "meinen" heutigen Weg geführt.  Ein Weg, der an bereits vorhandene Erkenntnisse anknüpft: an Theorien, Ergebnisse und Fakten renommierter Biologen und Verhaltensforscher einerseits und praxisbezogene Erkenntnisse aus dem Zusammenleben mit meinen eigenen Hunden, Pflegehunden, Kundenhunden... NIEMAND unserer "Zunft" hat das Rad neu erfunden, auch wenn es so gerne als Werbeslogan auf dem (hartumkämpften) Hundetrainer/-schulen-Markt angeführt wird. "Weltneuheiten" oder "einzigartige Trainingsmethoden" werden Sie bei mir nicht finden, dafür aber  eine auf den Punkt gebrachte, eindeutige und konsequent ausgeführte Körpersprache, die sich an den Ursachen der Probleme orientiert und nicht an ihren Symptomen.

 

Der Schwerpunkt eines guten, für den Hund verständlichen Trainings bildet die Körpersprache des Hundehalters, die in Intensität und Timing vom gezeigten, individuellen Verhalten des Hundes abhängig ist und Voraussetzung für den Aufbau von Bindung und Vertrauen durch nachvollziehbares, verlässliches und angemessenes Verhalten bzw. Reaktionen des Hundehalters für den Hund ist.

 

Kontakt

Martina Wald

martinawald@t-online.de

 

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